Firmung 2021

Im Herbst startet die Vorbereitungszeit für Jugendliche, die sich im Januar oder Februar 2021 firmen lassen wollen.

Das Motto für die Vorbereitung lautet "MEINE ZE!T". Zusammen wollen wir überlegen, wofür Ihr Eure Zeit und Eure Kräfte gerne einsetzen wollt. Uns ist dabei wichtig, dass Ihr möglichst frei entscheiden könnt, wofür Ihr Eure Zeit nutzt.

Wie alle Veranstalter müssen auch wir mit Corona-Bestimmungen planen. Um Euch trotzdem eine möglichst große Auswahl bieten zu können, kooperieren diesmal (fast) alle Pfarreiengemeinschaften des Dekanates. Folgendes Programm haben wir geplant:

 

  • MEINE ZE!T für mich

    Wir haben einen Parcour gestaltet, an denen Du Dir Zeit für Dich, für Deine Gedanken über Gott und die Welt machen kannst. Grundsätzlich geht den Weg jeder und jede alleine. Zum Abschluss gibt es ein Gespräch mit einem Seelsorger oder einer Seelsorgerin. Sie sprechen mit Dir über das, was Dich im Parcour beschäftigt hat und darüber, wie Du Deine Firmvorbereitung weiter gestalten willst. Wenn Du möchtest, besteht auch die Gelegenheit zur Beichte.

  • MEINE ZE!T für...

    Nach dem Parcour kannst Du Dich entscheiden, wie Deine Vorbereitungszeit weiter aussehen soll. Wir haben eine Liste mit Workshops erstellt, mit denen Du vertiefen oder weiter ausprobieren kannst, was Dir im Parcour gut getan hat. Du kannst an beliebig vielen Workshops teilnehmen, eine Pflicht dazu besteht aber nicht. Wenn Du etwas anderes machen willst und Leute findest, die mitmachen würden, unterstützen wir Euch natürlich auch gerne.

  • MEINE ZE!T - Meine Entscheidung

    Zum Abschluss der individuellen Firmvorbereitung gehst Du durch einen zweiten Parcour. Diesmal geht es rund um die Themen Firmung, Heiliger Geist, mein Platz in der Welt. Auch diesen Weg gehst Du alleine mit Dir und Deinen Gedanken. Zum Abschluss gibt es ein Gespräch mit einem Seelsorger oder einer Seelsorgerin. Sie sprechen mit Dir über das, was Dich im Parcour beschäftigt hat und darüber, ob Du gefirmt werden willst.

  • Gemeinsame Vorbereitung Gottesdienst

    Gemeinsam sprechen wir über den Gottesdienst und was genau passiert. Außerdem könnt Ihr mitbestimmen, wie der Gottesdienst gestaltet werden soll. Wir gucken auch ganz praktisch, wo Ihr sitzt, wo Ihr gefirmt werdet und gehen einmal alle Abstandsregeln und Wege durch.

  • Firmung

    Im Januar und Februar werden mehrere Firmtermine angeboten. 

FAQ

  • Was heißt eigentlich Firmung?

    Das Wort kommt vom lateinischen "firmare" und heißt übersetzt bestärken, festigen, ermutigen. Die Firmung ist das Sakrament der Bestärkung des jungen Menschen in seinem Christsein. Die Kraft des Heiligen Geistes verleiht Standvermögen und ermutigt, Verantwortung für sich und die Gemeinschaft zu übernehmen. Das Sakrament der Firmung vertieft in besonderer Weise den Übergang vom Kindsein zum Erwachsenwerden.

  • Wozu eine Vorbereitung?

    Sakramente sind Geschenke. Ein Geschenk kann, muss ich aber nicht annehmen. Gerade für das Sakrament der Firmung ist es wichtig, bewusst JA zu sagen.

    Damit die Jugendlichen dieses ganz persönliche JA sagen können, müssen sie wissen, wozu sie überhaupt JA sagen. Glauben bedeutet darauf zu vertrauen, dass etwas (für mich) richtig ist. Glauben hat etwas mit Erfahrung zu tun. Vertrauen braucht Zeit, Erfahrung auch. Darum sollen die Jugendlichen in der Vorbereitung Zeit haben, sich mit sich, ihrem Glauben und ihren Fragen an das Leben auseinandersetzen. Von ihrem je eigenen Standpunkten aus begeben sich alle gemeinsam auf eine Entdeckungsreise zu sich selbst, zu ihren Hoffnungen und Zweifeln. Erfahrungsgemäß wächst dabei eine Gemeinschaft, die auch nach der Firmung wichtig bleiben kann.

  • Muss ich mich firmen lassen?

    Niemand kann und niemand darf gezwungen werden, sich firmen zu lassen. Mehr noch: Wird jemand gegen seinen Willen zum Firmgottesdienst gebracht, ist das auch Sakrament. Gott liebt jeden Menschen und zwingt niemandem ein Geschenk auf. Es braucht die willentliche Zustimmung!

    Deswegen entscheidet jeder Firmling selber. Wer zweifelt, ob die Firmung (jetzt) für ihn ist, sollte auf jeden Fall ein Gespräch mit dem Pfarrer, den Firmverantwortlichen oder anderen Vertrauenspersonen suchen. Es besteht immer die Möglichkeit, am Firmkurs teilzunehmen und sich erst am Ende für oder gegen die Firmung zu entscheiden. In den allermeisten Fällen können in dieser Zeit Missverständnisse geklärt und Fragen an Gott und das Leben so beantwortet werden, dass eine gute persönliche Entscheidung getroffen werden kann.

  • Wie läuft die Firmung ab?

    Die Firmung wird vom Bischof oder einem Weihbischof gespendet. Sie findet während eines feierlichen Gottesdienstes nach der Predigt und vor der Eucharistie statt. Nach dem Taufbekenntnis der Firmlinge breitet der Bischof die Hände über jedem Firmling aus und ruft den Heiligen Geist auf ihn herab. Es folgt die Firmung. Der Bischof legt ihm die Hände auf den Kopf, salbt ihm mit Chrisam ein Kreuzzeichen auf die Stirn und spricht dazu die Worte: "Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist." Der Firmling antwortet mit "Amen". Während der Firmung legt der Firmpate als Zeichen der Unterstützung seine rechte Hand auf die rechte Schulter des Firmlings.

  • Woher kommt das Sakrament der Firmung?

    Am Pfingstfest wurden die Jünger Jesu vom Heiligen Geist erfüllt. Er machte sie so stark, dass sie ihre Angst überwandten und mit Freude die Frohe Botschaft Jesu Christi verkündeten. So berichtet es die Apostelgeschichte im 2. Kapitel. Im 8. Kapitel wird erzählt, dass getaufte Samariter durch die Handauflegung eines Apostels den Heiligen Geist empfingen. Die Handauflegung und somit das Weitergeben des Heiligen Geistes gehörte also von den ersten Tagen der Kirche an zum Christsein wie die Taufe. In der frühen Kirche wurden deshalb Taufe, Eucharistie und Firmung gleichzeitig gespendet, sie wurden als eine "Eingangstür" in die Gemeinschaft der Kirche verstanden. Heute wird das Besondere jedes dieser Sakramente betont und Taufe, (Erst-)Kommunion und Firmung mit einem je eigenen Fest gefeiert.

  • Wer darf Firmpate/Firmpatin sein?

    Grundsätzlich dürfen sich die Jugendlichen ihren Firmpaten oder ihre Firmpatin selbst aussuchen. Er oder sie muss das 16. Lebensjahr vollendet haben, katholisch und gefirmt sein.

    Das Kirchenrecht der katholischen Kirche empfiehlt ausdrücklich, dass der Taufpate auch der Firmpate sein soll (Can. 893 §2). Damit soll der Zusammenhang von Taufe und Firmung betont werden. Das ist eine Empfehlung, aber kein Muss.

    Weitere Einschränkungen wie Zugehörigkeit zur Familie gibt es nicht. 

  • Welche Aufgaben hat der Pate/die Patin?

    Das Amt des Paten ist sehr alt, es reicht bis ins erste Jahrhundert zurück. Pate leitet sich her von Pater, Vater. Patinnen und Paten waren Mitglieder der christlichen Gemeinde, die Taufbewerberinnen und Taufbewerbern mit Rat und Tat zur Seite standen. Als Vorbild zeigten sie, wie christliches Lebens und Denken gelingen kann. Bis heute kennen wir die Sprachwendung "für jemanden oder etwas Pate stehen".

    Die Grundidee ist bis heute dieselbe: Junge Menschen sollen sich an ihren Patinnen und Paten orientieren und von ihnen Impulse für ein gelingendes Leben – auch im Glauben – erhalten. Die Patenschaft ist also weitaus mehr als eine feierliche Handauflegung bei der Firmung. Gerade dann, wenn die eigenen Eltern besonders anstrengend sind, sind sie wichtige erwachsene Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner. Patinnen und Paten sollten sich über die Vorbereitung und den Firmgottesdienst informieren und Kontakt zum Firmling halten – natürlich auch nach der Firmung.