Damit Sie unsere Internetseite optimal nutzen können, setzen wir nur technisch notwendige Cookies. Wir sammeln keine Daten zur statistischen Auswertung. Näheres finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Firmung 2022

Im Frühjahr startet die Vorbereitungszeit für Jugendliche, die sich in diesem Jahr im Dekanat St. Wendel firmen lassen wollen. Informationen zu Terminen und zur Vorbereitung erhalten Sie/erhaltet Ihr im zuständigen Pfarrbüro.

Die Pfarreiengemeinschaften Am Schaumberg, Bostalsee, Marpingen, Nonnweiler und Oberthal-Namborn arbeiten bei der Vorbereitung eng zusammen. Besonders für Jugendliche aus diesen Pfarreiengemeinschaften sind die Informationen auf dieser Seite relevant. 

Wie alle Veranstalter müssen auch wir weiterhin mit Corona-Bestimmungen planen. Grundsätzlich gilt für uns immer das, was gerade vom Land beschlossen ist (z.B. 3G, 2G, 2G+). Bei Präsenzveranstaltugen achten wir auf die AHA Regeln und regelmäßiges, dem Raum angemessenes Lüften. Nähere Infos geben die Ansprechpersonen für die jeweilige Veranstaltung.

FAQ

  • Was heißt eigentlich Firmung?

    Das Wort kommt vom lateinischen "firmare" und heißt übersetzt bestärken, festigen, ermutigen. Die Firmung ist das Sakrament der Bestärkung des jungen Menschen in seinem Christsein. Das Sakrament der Firmung vertieft in besonderer Weise den Übergang vom Kindsein zum Erwachsenwerden.

    Die Kraft des Heiligen Geistes verleiht Standvermögen und ermutigt, Verantwortung für sich und die Gemeinschaft zu übernehmen. Wer vor Gott kniet, kann vor jedem Menschen stehen!

  • Wozu eine Vorbereitung?

    Sakramente sind Geschenke. Ein Geschenk kann, muss ich aber nicht annehmen. Gerade für das Sakrament der Firmung ist es wichtig, bewusst JA zu sagen.

    Damit die Jugendlichen dieses ganz persönliche JA sagen können, müssen sie wissen, worum es überhaupt geht. Glauben bedeutet darauf zu vertrauen, dass etwas (für mich) richtig ist. Glauben hat etwas mit Erfahrung zu tun. Vertrauen braucht Zeit, Erfahrung auch. Darum sollen die Jugendlichen in der Vorbereitung Zeit haben, sich mit sich, ihrem Glauben und ihren Fragen auseinandersetzen. Von ihrem je eigenen Standpunkten aus begeben sich alle gemeinsam auf eine Entdeckungsreise zu sich selbst, zu ihren Hoffnungen und Zweifeln. Erfahrungsgemäß wächst dabei eine Gemeinschaft, die auch nach der Firmung wichtig bleiben kann.

  • Muss ich mich firmen lassen?

    Niemand kann und niemand darf gezwungen werden, sich firmen zu lassen. Mehr noch: Wird jemand gegen seinen Willen zum Firmgottesdienst gebracht, ist das kein Sakrament. Gott liebt jeden Menschen und zwingt niemandem ein Geschenk auf. Er will die Zustimmung des Menschen, sonst handelt er nicht! 

    Deswegen entscheidet jede*r Firmbewerber*in selbst. Wer zweifelt, ob die Firmung (jetzt) für ihn dran ist, sollte auf jeden Fall ein Gespräch mit dem Pfarrer, den Firmverantwortlichen oder anderen Vertrauenspersonen suchen. Es besteht immer die Möglichkeit, am Firmkurs teilzunehmen und sich erst am Ende für oder gegen die Firmung zu entscheiden. In den allermeisten Fällen können in dieser Zeit Missverständnisse geklärt und Fragen an Gott und das Leben so beantwortet werden, dass eine gute persönliche Entscheidung getroffen werden kann.

  • Wie läuft die Firmung ab?

    Die Firmung wird vom Bischof oder einem Weihbischof gespendet. Sie findet während eines feierlichen Gottesdienstes nach der Predigt und vor der Eucharistie statt. Nach dem Taufbekenntnis der Firmlinge breitet der Bischof die Hände über jedem Firmling aus und ruft den Heiligen Geist auf ihn herab. Es folgt die Firmung. Der Bischof legt ihm die Hände auf den Kopf, salbt ihm mit Chrisam ein Kreuzzeichen auf die Stirn und spricht dazu die Worte: "Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist." Der Firmling antwortet mit "Amen". Während der Firmung legt der Firmpate als Zeichen der Unterstützung seine rechte Hand auf die rechte Schulter des Firmlings.

  • Woher kommt das Sakrament der Firmung?

    Am Pfingstfest wurden die Jünger Jesu vom Heiligen Geist erfüllt. Er machte sie so stark, dass sie ihre Angst überwanden und mit Freude die Frohe Botschaft Jesu Christi verkündeten. So berichtet es die Apostelgeschichte im 2. Kapitel. Im 8. Kapitel wird erzählt, dass getaufte Samariter durch die Handauflegung eines Apostels den Heiligen Geist empfingen. Die Handauflegung und somit das Weitergeben des Heiligen Geistes gehörte also von den ersten Tagen der Kirche an zum Christsein wie die Taufe. In der frühen Kirche wurden deshalb Taufe, Eucharistie und Firmung gleichzeitig gespendet, sie wurden als eine "Eingangstür" in die Gemeinschaft der Kirche verstanden. Heute wird das Besondere jedes dieser Sakramente betont und Taufe, (Erst-)Kommunion und Firmung mit einem je eigenen Fest gefeiert.

  • Wer darf Firmpate/Firmpatin sein?

    Grundsätzlich dürfen sich die Jugendlichen ihren Firmpaten oder ihre Firmpatin selbst aussuchen. Er oder sie muss das 16. Lebensjahr vollendet haben, katholisch und gefirmt sein.

    Das Kirchenrecht der katholischen Kirche empfiehlt ausdrücklich, dass der Taufpate auch der Firmpate sein soll (Can. 893 §2). Damit soll der Zusammenhang von Taufe und Firmung betont werden. Das ist eine Empfehlung, aber kein Muss.

    Weitere Einschränkungen wie Zugehörigkeit zur Familie gibt es nicht. 

  • Welche Aufgaben hat der Pate/die Patin?

    Das Amt des Paten ist sehr alt, es reicht bis ins erste Jahrhundert zurück. Pate leitet sich her von Pater, Vater. Patinnen und Paten waren Mitglieder der christlichen Gemeinde, die Taufbewerberinnen und Taufbewerbern mit Rat und Tat zur Seite standen. Als Vorbild zeigten sie, wie christliches Lebens und Denken gelingen kann. Bis heute kennen wir die Sprachwendung "für jemanden oder etwas Pate stehen".

    Die Grundidee ist bis heute dieselbe: Junge Menschen sollen sich an ihren Patinnen und Paten orientieren und von ihnen Impulse für ein gelingendes Leben – auch im Glauben – erhalten. Die Patenschaft ist also weitaus mehr als eine feierliche Handauflegung bei der Firmung. Gerade dann, wenn die eigenen Eltern besonders anstrengend sind, sind Patinnen und Paten wichtige erwachsene Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner. Patinnen und Paten sollten sich über die Vorbereitung und den Firmgottesdienst informieren und Kontakt zum Firmling halten – natürlich auch nach der Firmung.