1. Station


 

 

Jesus wird der Prozess gemacht.
Er passt nicht in das System, das die religiös und politisch Mächtigen aufgebaut haben.
Er soll zum Schweigen gebracht werden.
Daher wird er zurechtgemacht:
Ihm werden die Hände gefesselt.
Zum Spott wird ihm ein Herrschermantel umgelegt.
Eine Dornenkrone wird ihm aufgesetzt.
Der Plan geht auf:
Jesus ist unschuldig und wird dennoch von allen zum Tode verurteilt.

Wir kennen die Redewendung:
„Was nicht passt, wird passend gemacht.“
Wo etwas nicht passt, müssen wir biegen, klopfen, wegschneiden.
Solange bis es dort hinpasst, wo wir es haben wollen.
Das kennen wir nicht nur beim Handwerk, sondern auch im Umgang miteinander.
Schnell heißt es da:
„Den oder die werden wir uns schon ziehen.“
„Der/Die wird auch noch ruhiger“.
„Die sollen sich gefälligst anpassen.“
Gelingt das, ist alles gut. Gelingt das nicht, verschärfen sich Ton und Maßnahmen bis hin zum Ausschluss.

Wo passt etwas in meinem Leben nicht?

Wo habe ich das Gefühl nicht zu passen?

Was davon möchte ich Jesus am Beginn des Leidensweges anvertrauen?