11. Station


 

 

 

Jesus wird auf das Kreuz gelegt.
Mit Nägeln durchbohren die Soldaten seine Hände und Füße und schlagen ihn ans Kreuz.

Sie bringen über seinem Kopf ein Schild an:
„Jesus von Nazareth, König der Juden“.
Dann wird das Kreuz aufgerichtet und Jesus wird der versammelten Menge zur Schau gestellt.
Allen wird vor Augen geführt:
„Jesus ist nicht der kommende König.
Er ist nichts weiter als ein Verbrecher.
Seinen Worten werden keine Taten folgen.“

Wir kennen viele Situationen, in denen Menschen zur Schau gestellt werden.
In der Nachbarschaft, im Freundeskreis, in sozialen Netzwerken, in den Medien.
Menschen bekommen ein Etikett angehängt, das sie aus eigener Kraft nicht mehr loswerden. Festgelegt und zur Schau gestellt sind sie dem Spott der anderen schutzlos ausgeliefert. Alles, was sie tun und sind, wofür sie stehen wird damit abgewertet und in den Dreck gezogen.

Wie stark beeinflussen mich angehängte Etiketten?

Wann habe ich mitgeholfen, jemanden zur Schau zu stellen?

Was davon möchte ich Jesus mit ans Kreuz geben?