4. Station


 

 

 

 

Umgeben von einer Menge, die seinen Tod fordert,
sieht Jesus das Gesicht, das ihm das vertrauteste auf der Welt ist:
Das Gesicht seiner Mutter Maria.
Nur für einen kurzen Moment begegnen sich die beiden.
Doch inmitten all des sie umgebenden Schreckens ist diese Begegnung für sie ein Moment,
der wie aus der Zeit gefallen zu sein scheint.
Im Angesicht des Anderen spüren sie die Zusage: „Ich bin da!“
Und so können sie beide gemeinsam den Weg des Leidens weitergehen.

Die Beziehung zu unseren Eltern bestimmt unser ganzes Leben.
Ob wir Vertrauen entwickeln oder grundsätzlich misstrauisch sind,
wie stark unser Selbstwertgefühl ausgeprägt ist und wie sehr wir unseren Kräften trauen,
all das hängt ganz wesentlich von dieser Ur-Erfahrung ab.
Das zeigt sich besonders in Krisen und Notsituationen.

Wer hat mir allein dadurch, dass er da war, in Zeiten der Krise geholfen?

Wie ist/war die Beziehung zu meinen Eltern?

Wen oder was davon möchte ich Jesus auf seinem Kreuzweg anvertrauen?